Meine erste Warhammer 40k Armee

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Midnightcrash
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Meine erste Warhammer 40k Armee

Beitrag von Midnightcrash » So 22. Mai 2011, 13:56

Hi, ich war ja letztes Mal zum ersten Mal bei einem Treffen dabei ;)
Ich würde jetzt gerne mit den Grey Knights anfange deshalb wäre es nett, wenn ihr mir ein paar Tipps gehbt was ich mir kaufen sollte oder auf jeden Fall muss.
Schonmal Danke im Voraus.
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Eversor
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Re: Meine erste Warhammer 40k Armee

Beitrag von Eversor » So 22. Mai 2011, 14:31

Mein Tipp an Dich: Kauf Dir als erstes den Codex und lies ihn durch. Dann solltest Du Dir Gedanken machen, welches HQ und welche zwei Standardauswahlen Du auf jeden Fall willst. Und dann setzt Du Dir eine Punktgrenze, füllst die restlichen Punkte und schaust, was Dir für den weiteren Ausbau fehlt. Gerade für einen Anfänger würde ich empfehlen, erst einmal 750 oder 1000 Punkte aufzubauen und ein paar Testspiele zu machen, bevor Du an weitere Elemente gehst. So erkennst Du, in welchen Bereichen Deine Armee schwach auf der Brust ist.
Generell solltest Du Dir beim Armeeaufbau immer ein paar Fragen stellen:
- Will ich eine Themenarmee, orientiert am Hintergrund, oder eine Turnierarmee, ausgelegt um auf Teufel komm raus (und werde anschließend von den Grey Knights wieder in die Hölle verbannt^^) zu gewinnen?
- Was nehme ich für den Nahkampf mit? Was ist zum Blocken und was zum Brechen des Gegners?
- Wie gehe ich mit schwer gepanzerten Fahrzeugen um?
- Wie gehe ich mit leichten Fahrzeugen um?
- Wie gehe ich mit schwerer Infanterie (Termis, Servos) um? Zerschieße ich sie oder zerlege ich sie besser im Nahkampf?
- Wie gehe ich mit Masseninfanterie (Orkmobs, Gewalthaufen der Imps) um? Zerschieße ich sie oder zerlege ich sie besser im Nahkampf?
- Wie gestalte ich meine Einheiten mobil?

Es gibt auch bei einer elitären Armee wie den Grey Knights für jede dieser Fragen mindestens zwei Möglichkeiten, von daher schlage ich vor, dass Du den Codex liest und testweise eine Armeeliste erstellst und hier postest, dann können wir Dir noch Hilfestellungen und Kritik geben. Wobei zur ersten Frage anzumerken ist, dass wir hier im 40k-Bereich keine regelmäßigen Turnierspieler haben und sich normalerweise keine maximierten Armeen finden, eher hintergrundgebundene.

Ach ja, ich habe das Ganze mal in den 40k-Bereich verschoben.
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Re: Meine erste Warhammer 40k Armee

Beitrag von Nightshroud » So 22. Mai 2011, 14:45

Wichtig sind vor allem Standardeinheiten. Nur Standardeinheiten können Missionsziele einnehmen, daher sollten es schon mindestens 3 sein (2 ist das Minimum das man sowieso reinnehmen muss).
Dazu brauchst du noch eine HQ Einheit, also in der Regel nen Großmeister oder sowas.
Ich würd mir aber garnicht so viel Gedanken darüber machen was jetzt gut ist und was nicht, sondern primär einfach die Modelle kaufen die dir gefallen.
Essentiell ist nur der Armeeorganisationsplan, also: 1-2 HQ, 2-6 Standard, 0-3 Elite, 0-3 Sturm, 0-3 Unterstützung, und die Punktzahl. Da solltest du fürs erste 1000 Punkte anstreben.

Ich würd mir folgendes kaufen:
HQ: Captain
Standard: 2x 5 Mann Trupp Greyknights, 1x 5 Mann Trupp Terminatoren
Elite: ehrwürdiger Cybot
Unterstützung: Nemesis Ritter, Land Raider

Einen oder beide Trupps Greyknights würd ich eventuell in Razorbacks mit Laserkanonen stecken, und das sollten dann schon 1000 Punkte sein.
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Re: Meine erste Warhammer 40k Armee

Beitrag von Eversor » So 22. Mai 2011, 15:39

Selbst ohne auch nur einen zusätzlichen Ausrüstungsgegenstand oder eine Option oder die Taxen sind das bereits 1110 Punkte.

Auf jeden Fall wird es Zeit, dass die GK endlich ein FAQ bekommen, gerade beim Nemesis Ritter entsprechen die Regeln, so wie sie im Codex stehen, wahrscheinlich nicht der Intention des Autors (oder es gab einen GW-internen Wettbewerb mit dem Thema "Eine oberflächlich toll zu lesende, in der Praxis jedoch schwachsinnige Einheit"^^).
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Re: Meine erste Warhammer 40k Armee

Beitrag von lurker » So 22. Mai 2011, 18:35

Meiner Erfahrung nach sind Empfehlungen schwierig. Jeder Spieler hat individuelle Vorlieben (Fernkampf, Panzer, Sprungtruppen, etc.). In den seltensten Fällen treffen diese dann auch auf deine Vorlieben.
Mein Tipp ist, fang langsam an. Meines Wissen nach kann man W40K schon mit 500 Punkten spielen. Mehr brauchst du für den Anfang nicht, wenn du freundliche Gegner findest, die dir das Spiel beibringen und sie kleine Gefechte spielen. Wenn du noch kein Tabletop gespielt hast, dann schau in den Codex und anschließend die Figuren an. Kauf dir was deiner Spielweise entgegenkommt und verzichte vorerst auf die größeren und teureren Modelle. Wenn dir das Spielen Spaß macht, dann kannst du immernoch in Ruhe aufrüsten. Eventuell gefällt dir auch irgendwann eine andere Armee oder die GKs sagen dir im Spiel nicht so zu, von daher klein Anfangen. (cool)
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Re: Meine erste Warhammer 40k Armee

Beitrag von Eversor » So 22. Mai 2011, 19:10

500 Punkte mit Grey Knights sind schwierig, da man für ausgewogene Spiele auf der Punktgröße nach den Kampfpatrouille-Regeln spielen muss und diese den Einsatz charakteristischer Einheiten dieser Armee sehr einschränken:
Kampfpatrouille hat geschrieben: - 1+ Standardauswahlen
- 0-1 HQs
- kein Modell mit mehr als 2 LP
- kein BCM
- keine 2+ Schutzwürfe
- keine Geschützwaffen
- keine Fahrzeuge mit einer höheren Panzerungssumme (Front + Seite + Heck) als 33
Geht man nach diesen Regeln, dann kann außer dem Seneschall kein Grey Knights HQ eingesetzt werden (okay, ist auch nicht nötig nach den Regeln), weiterhin keine Terminatoren (Kernstück und Besonderheit aller Grey Knights), Cybots oder Dreadknights. Aus diesem Grund habe ich speziell für die Grey Knights erst einmal 1000 Punkte vorgeschlagen.

Natürlich kann man auch nach "normalen" Regeln auf 500 Punkte spielen, allerdings besteht dann ein extremes Ungleichgewicht, da man mit einigen Codices eine kleine Allrounderarmee aufstellen kann, mit anderen erhält man gerade einmal die Mindestanforderungen.
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Re: Meine erste Warhammer 40k Armee

Beitrag von Nightshroud » So 22. Mai 2011, 19:13

Sieht aber sicherlich lustig aus wenn 500 Punkte Greyknights umherwandeln. Wieviel Modelle sind das? 10?
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Re: Meine erste Warhammer 40k Armee

Beitrag von Midnightcrash » So 22. Mai 2011, 20:02

Ok, danke für die Tipps, allerdings hätte ich noch ne Frage: Wie fängt man am besten mit dem Bemalen an und was kauft mann da als Erstes?
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Re: Meine erste Warhammer 40k Armee

Beitrag von Eversor » So 22. Mai 2011, 21:44

Bei meinen Grey Knights bin ich folgendermaßen vorgegangen:
Zuerst habe ich die Figuren schwarz grundiert. Hier empfiehlt sich die Sprühgrundierung von GW. Pinselgrundieren dauert recht lange und verklebt ohne Erfahrung schnell mal die Details und mit Sprühgrundierung anderer Hersteller kann man leicht schlechte Erfahrungen machen: Vallejo hat bei mir immer Kleckser verursacht und Armypainter ist bei unsachgemäßer Behandlung (Temperatur, Schütteldauer, Sprühabstand, Luftfeuchtigkeit) zickiger als eine Diva während der Menstruation - auch wenn man bei Beachtung aller Hinweise sehr gute Ergebnisse erzielen wird.
Im nächsten Schritt habe ich die Figuren mit Boltgun Metal von GW flächendeckend (zumindest die Rüstungs- und Waffenteile) bemalt. Achte immer darauf, dass Du die Farbe gut verdünnst. Eine milchige Konsistenz ist ideal, direkt aus der Dose gehen nur die Details der Mini flöten. Am besten mischst und verdünnst Du die Farben auf einer Nasspalette.
Anschließend habe ich die Metallpartien mit Chainmail von GW trockengebürstet. Bei der Technik nimmst Du einen alten Pinsel (oder einen speziellen Trockenbürstpinsel), tauchst ihn etwas in die unverdünnte Farbe und streichst ihn so lange an einem Tuch ab, bis fast nichts mehr im Pinsel ist. dann bürstest Du damit über die bereits bemalten Teile. Die helleren Partikel des Chainmail bleiben nun an den erhöhten Positionen und Kanten hängen und betonen diese.
Im nächsten Schritt wurde die Figur mit einem verdünnten blauen Wash (hier habe ich Asurmen Blue von GW benutzt) gewasht. Dadurch wird ein leichter Stahleffekt durch einen blauen Schatten in den Vertiefungen erzielt.
Mit Mithril Silver wurden dann noch einmal einige der Kanten nachgezogen, dann wurden die restlichen Teile bemalt. Abschließend wurde noch die Figur lackiert.

Ach ja, ich baue die Figuren vor dem Bemalen normalerweise komplett zusammen, höchstens Schilde oder so lasse ich erstmal ab.

Hier mal eine Einkaufsliste für den Anfang:
  • Figuren (wer hätte das gedacht^^)
  • Seitenschneider zum Raustrennen der Figuren aus dem Gussrahmen (mit dem Messer ist die Verletzungsgefahr hier doch etwas höher)
  • Cuttermesser
  • Feile
  • Sekundenkleber (Für Zinn-, Resin- und Metall-Kunststoff-Hybridmodelle)
  • Kunststoffkleber
  • Holzleim (zum Aufkleben der Basegestaltung)
  • Material für Basegestaltung (Sand, Grasstreu, Grasbüschel von MiniNatur...)
  • Pinsel (Ich empfehle hier Echthaarpinsel, DaVinci bietet hier mit den Harbin für Einsteiger ein gutes Preisleistungsverhältnis. Von der Größe her empfehle ich die Größen 2 für Grobarbeiten und 1 oder 0 für Details.)
  • Trockenbürstpinsel (Entweder Du nimmst einen alten ausgefransten Pinsel oder Du legst Dir einen Trockenbürstpinsel zu. Im Falle von letzterem empfehle ich den Medium Drybrush von GW, da GW meiner Ansicht nach die momentan besten Trockenbürstpinsel hat - auch wenn ich verwöhnter Kerl von den anderen GW-Pinseln nicht viel halte.)
  • Küchenpapier (Für die Nasspalette und zum Abstreichen des Pinsels zwischendurch)
  • Backpapier (für die Nasspalette)
  • Tupperdose oder Pralinenschachtel (ebenfalls für die Nasspalette)
  • Pinsel- oder Kernseife (zum Reinigen der Pinsel)
  • Farben (Ich habe oben einige der GW-Farben, die ich für sinnvoll halte, angegeben, man kann natürlich auch zu anderen Herstellern greifen. Zu einigen habe ich hier eine Auflistung der Vor- und Nachteile geschrieben. Zusätzlich würde ich noch folgende Farben empfehlen: Rot (nicht zu knallig), Weiß, Schwarz, Knochenfarbe, Gold, Hautfarbe, Grün (nicht zu knallig), Blau (nicht zu knallig), Braun.
  • Mindestens eine zusätzliche Figur (WarumdennDAS??? Ganz einfach, die bekommt die Freundin, dann kann sie Dir Gesellschaft leisten, lernt Dein Hobby aus erster Hand kennen und ihr könnt euch gegenseitig motivieren. (cool) Muss natürlich keine Figur für Dich sein, nimm etwas, das ihr gefällt.)
  • Und noch eine Figur (HÄÄÄÄÄH?!? Sobald ein Tabletopper seine letzte Figur bemalt hat, fällt er tot um! (dead) :D )
Ich hoffe, ich konnte helfen.
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Re: Meine erste Warhammer 40k Armee

Beitrag von lurker » So 22. Mai 2011, 23:14

Eversor hat geschrieben:
  • Mindestens eine zusätzliche Figur (WarumdennDAS??? Ganz einfach, die bekommt die Freundin, dann kann sie Dir Gesellschaft leisten, lernt Dein Hobby aus erster Hand kennen und ihr könnt euch gegenseitig motivieren. (cool) Muss natürlich keine Figur für Dich sein, nimm etwas, das ihr gefällt.)
  • Und noch eine Figur (HÄÄÄÄÄH?!? Sobald ein Tabletopper seine letzte Figur bemalt hat, fällt er tot um! (dead) :D )
Ich hoffe, ich konnte helfen.
Bei nur einer Figur für die Freundin, fällt die dann nicht nach dem Anmalen tot um? (blink)
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