Kapelle / Kirche von Pegasus Hobbies - erste Eindrücke

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Eversor
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Kapelle / Kirche von Pegasus Hobbies - erste Eindrücke

Beitrag von Eversor » Di 5. Jul 2011, 00:13

Das Gothic City Building (Small Set #2) ist eingetroffen. Gestern habe ich es erst einmal zusammengeklebt. Leider kam ich erst im Nachhinein auf die Idee, den Inhalt im Rohzustand zu fotografieren. Wer sich jedoch für den Inhalt im Bild interessiert, der kann sich dieses Video anschauen.

Bild

In der Schachtel befinden sich zwei lange Wandsektionen mit Bogenfenstern, zwei kurze Wandsektionen mit Türen, zwei kurze Sektionen mit Rosettenfenstern, und je zwei kurze mit Bogenfenstern bzw. ohne. Dazu kommen vier Stützen, die jeweils zweiteilig sind, zwei Gussrahmen für Türen (mit Halterungen für die Türsektionen), zwei verschiedene Gussrahmen mit Mauerverzierungen (Fackeln, Gargylen etc) in doppelter Ausführung und 12 Hälften für die Stützpfeiler der Mauersektionen, außerdem zwei Gussrahmen mit den Säulenabschlüssen und zwei Giebel. Außerdem liegt ein kleiner Zettel bei, der ein paar (meiner Ansicht nach unnötige) Hinweise zum Zusammenbau gibt.

Die Bauteile sind aus stabilem Kunststoff gegossen und befinden sich größtenteils einzeln in der Schachtel, nur der Kleinkram ist im Gussrahmen. Die Angussstellen sind dabei teilweise noch vorhanden und stellenweise auch recht dick, so dass man mit dem Seitenschneider arbeiten muss. Überhaupt empfiehlt es sich, die Seitenflächen der Mauersektionen abzufeilen, da ein leichter Trenngrat durch die Gussform vorhanden ist. Dieser kann unter Umständen die sonst relativ gute Passgenauigkeit herabsetzen. Die Teile können einfach zusammengesteckt werden und halten dann passabel, so dass man mit mehreren Bausätzen der Reihe erst einmal experimentieren könnte um neue Gebäude zu entwerfen. Falsch zusammenstecken kann man auch nichts, verschieden große Löcher bei den Steckverbindungen beugen da vor. Der Detailgrad ist in Ordnung, neben strukturiertem Mauerwerk gibt es auch klar erkennbare Verzierungen wie Lampen, Gargylen, Adler (leider nur einköpfig^^) und Fackeln. Spezifische Designspielereien wie Schädel gibt es nicht, weswegen das Gebäude sowohl für historische als auch für Fantasy- und SciFi-Tabletops verwendet werden kann. Im Gegensatz zu den Stadtkampfgebäuden von GW sind die Details auch grober und spärlicher.

Das Material ist mit normalem Kunststoffkleber verklebbar, man sollte nur bei den Türen aufpassen, diese sind nämlich beweglich. Beim Ankleben der zweiten Pfeilerhälften musste ich teilweise mit etwas Druck arbeiten, da die Verbindungen sehr schwer hingen. Als ich als Test einen Pfeiler an ein Mauernsegment steckte, musste ich ihn anschließend auch wieder etwas loshebeln, im die Verbindung zu kleben. Zwischen einzelnen Mauernsegmenten war dies nicht notwendig, hier haben die Verbindungsteile mehr Spiel.
Das Kleben ging schnell und problemlos, ich ging hier stockwerkweise vor und klebte die Etagen dann aufeinander. Verzierungen sollte man erst nach dem Zusammenkleben des Rohbaus anbringen, falls man doch mal etwas mehr Druck ausüben muss wird nichts beschädigt.

Insgesamt sieht das fertige Ergebnis so aus, mit 40k-Figuren zum Größenvergleich. Die Platte ist übrigens die geplante Grundplatte und hat eine Kantenlänge von 12".
Bild

Mein Fazit zu diesem Bausatz. Insgesamt ist er relativ schön, immerhin bietet er ein detailliertes Gebäude größerer Ausmaße. Der Zusammenbau gestaltet sich einfach und birgt kein großes Risiko. Ein Bonus ist auch die Kompatibilität mit weiteren Bausätzen der Firma Pegasus Hobbies. Auch lässt es sich gut als Kapelle für den 28mm-Maßstab (dieser ist vom Hersteller angegeben) oder als Kirche für 1/72 (angegeben vom deutschen Vertrieb) verwenden. Doch es gibt nicht nur Positives. Die teilweise dicken Angussstellen stören etwas, dauert es doch eine ganze Weile, bis sie entfernt sind. Auch beinhaltet der Bausatz kein Dach. Hier muss ich selbst eine kreative Lösung finden.
Der wahrscheinlich schwerwiegenste Negativpunkt ist der Preis. Die Preisempfehlung des deutschen Vertriebs liegt bei 34,99 €. Für nur 2/3 des Preises bekommt man jedoch bereits recht große Gebäude von GW, die einen noch saubereren Guss und wesentlich mehr Details und Zubehör beinhalten - auch wenn sie thematisch festgelegter sind.
Wer thematisch ein solches Gebäude sucht oder Abwechslung für die Stadtkampfplatte, der kann zugreifen, wer jedoch einfach eine Stadtkampfplatte für 40k bauen will und jedwede Gebäude nimmt, der sollte vielleicht doch besser bei preiswerteren Herstellern* suchen.

* Ja, auch wenn es seltsam klingen mag, hier rechne ich GW mit ein.
Ist es nicht schlimm: Bereits das zweite Armeebuch der neuen Edition Warhammer ist voller Armeebuchleichen.
Strategiespielefreunde Bad Emstal.

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Nightshroud
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Re: Kapelle / Kirche von Pegasus Hobbies - erste Eindrücke

Beitrag von Nightshroud » Di 5. Jul 2011, 12:24

Gefällt mir garnet.
Nicht wegen der Details, oder dem Preis (der auf jeden Fall happig ist), sondern weil das Ding in meinen Augen eine Parodie einer gotischen Kirche ist.
Es gibt nichts was rechtfertigen würde, dass ein Gebäude dieser Größe Strebepfeiler notwendig hätte, die zudem auch noch völlig überproportioniert wurden.
Zudem hat das Ding höchstens die Innenraumkapazität eines Dixi-klos (wär doch nen netter Spitzname: Gothic-Dixiklo).
Man hätte lieber die "Strebepfeiler" mit weiteren Mauern verkleiden sollen. Dann hätte es mehr Raum und würde noch immer Gotisch aussehen.

Bei den Türmchen (hab den korrekten Begriff vergessen) muss ich immer an die alten imperialen Panzerscheinwerfern denken.
eternal chaos comes with chocolate rain

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