Beyond the gates of Antares

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ChopSuey
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Beyond the gates of Antares

Beitrag von ChopSuey » Di 27. Sep 2016, 21:37

Das siebte Zeitalter der Menschheit hat begonnen

Ich habe kürzlich begonnen meine erste Beyond the gates of Antares Armee aufzubauen und wollte die Gelegeheit nutzen um hier ein bisschen vom Spiel zu berichten. Sobald ich alle Figuren zusammengebaut und grundlegend bemalt habe, würde ich mich über Einführungsspiele freuen, die ich bei Interesse organisieren könnte.

Hier etwas Fluff.
Aus diversen Gründen will ich hier nicht alles schreiben, ich sage nur, dass ich die Hintergrundgeschichte sehr ansprechend finde und sie auf eine wunderbare Weise Sci-Fi-Elemente der siebziger und achtziger Jahre mit Ideen "modernerer" Sci-Fi Filme und Serien, wie etwa Stargate und Firefly, verbindet.
Beyond the gates of Antares (oder kurz Antares) ist ein Sci-Fi-Tabletop in einer fernen Zukunft. Der Stern Antares entpuppte sich nach seiner näheren Untersuchung durch die Menschheit als gigantische Maschine, auf der diverse Tore aufgebaut sind, die in alle möglichen Bereiche der Galaxis führen. In der Welt von Antares gibt es keine Lichtgeschwindigkeit, keinen Hyperaum oder Warpblasen, durch die man schneller als das Licht reisen könnte. Deswegen dauern Reisen durch das All sehr sehr lang. Die Tore sind eine Abkürzung über weite Strecken und daher von den verschiedenen Fraktionen heiß begehrt .
Einige dieser Systeme beherbergen die Technologien der Erbauer, die schon seit einigen Jahrtausenden die Entwicklung der Menschheit und anderer Spezies beflügelt haben. Die Menschheit, ihre Unterarten (die sich über die Jahrtausende entwickelt haben) und einige Auserirdische, haben also diverse Gründe soviele Tore wie möglich zu erforschen und die Welten für sich zu beanspruchen.

Zum Spiel:
Das Spiel wird mit Figuren im 28mm Maßstab gespielt. Derzeit gibt es sechs Fraktionen, die aus Menschen und Metas (Metahumans) bestehen.
Die verschiedenen Truppenarten reichen von einfacher Infanterie, über Waffenteams und leichte Fahrzeuge, bis hin zu schweren Panzern, die allerdings noch nicht erschienen sind, obwohl sie im Regelwerk erwähnt werden. Eine besondere Rolle nehmen dabei Drohnen und Sonden ein, die interessante Spielmechaniken beisteuern.
Auf dieser Basis sind sowohl skirmishes, mit klaren Missionsvorgaben, als auch große, weltumspannende Schlachten mit allen möglichen Szenarios spielbar.

Das Spiel beruht auf der von Bolt Action bekannten commanddice Mechanik. Beide Spieler ziehen abwechselnd Würfel aus einem Beutel. Die Farbe bestimmt über die Fraktion, die nun am Zug ist. Der entsprechende Spieler ordnet den Würfel mit einem Befehl einer Einheit zu und los geht es.

Obwohl bei weiteren Probem (Schießen, Laufen, etc.) verschiedene Würfel verwendet werden, dominiert vor allem der W10, der für die meisten Proben genutzt wird.

Obwohl alle Bewegungs- Sicht- und Schussregeln für die Fraktionen gleich sind, steuern die einzelnen Fraktionen eine überschaubare Anzahl Sonderregeln bei, die sehr fluffbetont sind und das Spielerlebnis bereichern. Ein Ghar-Ausgestoßener spielt sich einfach anders als ein Algoryn MI, obgleich beide die Basis-Infanterie ihrer jeweiligen Fraktion darstellen. Bewegung, Auswirkung auf dem Schlachtfeld, sogar die Anzahl möglicher Schüsse sind hier teilweise sehr unterschiedlich.

Wenn Ihr interessiert seid oder mehr erfahren wollt, dann schreibt mir ne PM und sofern ich das Copyright nicht verletze, gebe ich gerne Auskunft.
:D
Das Leben ist ein Würfelspiel.

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Re: Beyond the gates of Antares

Beitrag von ChopSuey » Do 12. Jan 2017, 00:29

Hi ihr alle,

es ist ein wenig Zeit ins Land gegangen und ich dachte ich gebe mal ein paar weitere Infos rein.
Ich habe nun zwei kleine Trupps zusammengestellt und zu großen Teilen bemalt, es handelt sich um Algoryn und Ghar; Erbfeinde.
Sobald alle fertig bemalt sind, was irgendwann in den Osterferien sein wird *hust*, gibt es auch ein paar Bilder.

Ich habe aber inzwischen das Regelwerk drei mal komplett gelesen und einige Probespiele gemacht.
Ich sag es frei heraus: Ich lese normalerweise niemals, never ever die Einleitung zu einem Regelwerk. Dieses mal habe ich es gemacht und dabei taucht der wundervolle Hinweis auf, dass dieses Spiel nichts für Anfänger ist und dass man es auf jeden Fall die ersten paar Mal falsch spielen wird.

Woran das wohl liegt... (dry)
Es ist kompliziert. Ich rede nicht von den Regeln, sondern von der Art, wie die Regeln erklärt werden. Das Regelbuch hat wirklich alles was man braucht, keine Frage, aber es ist eine furchtbare Übersetzung und der Index funktioniert wesentlich besser, wenn man weiß, dass in dem Abschnitt Bewegen nicht alle Bewegungsregeln erklärt werde, da es Ausnahmen gibt. Es gibt dann Verweise auf andere Teile des Regelwerks in denen die Ausnahmen erklärt werden, aber es wird nicht immer gesagt, welche Ausnahmen das sind. Die Ausnahme selbst findet man im Index natürlich nicht.
Teilweise sind Begriffe gar nicht richtig übersetzt und stehen im englischen Original dar oder ganze Sätze wiederholen sich. Das größte Problem ist aber die Bezeichnung der Einheiten, Fähigkeiten und Waffen. In der Dronensektion werde die Ghar Sonden als "Ghar-Falter" beschrieben, in der Armeeliste sind es jedoch "Flitters". "Das geht doch noch!", höre ich jetzt manchen sagen - und dem Stimme ich zu -, aber es ist nicht der einzige Fall. Ich habe in der Waffenliste vergeblich nach der Algoryn-Waffe V-Weber gesucht, bis ich in irgend einem Satz in der Waffenkammersektion gelesen habe, dass sie Verzerrungsweber heißen und man nur hier ihre Spezifikationen bekommt, während in der Waffenliste nur die Sonderregeln aufgelistet sind.

Das Regelwerk ist also nicht wirklich gelungen. Aber mit ein bisschen Mühe geht es eigentlich doch. Ich habe für ein Probespiel übrigens die wichtigste Regeln auf Datenblätter runtergebrochen, so dass man alle Daten auf einem Blatt hat, ohne blättern zu müssen. Das Schlimmste ist aber, dass man nach zwei mal verinnerlicht hat, wie eine Einheit und ihre Waffe funktioniert und die ganze Arbeit für das Datenblatt überflüssig erscheint.

Wie waren denn nun die Probespiele?
Cool. Ich habe es mit meinen Truppen das erste mal mit meinem Sohn gespielt und er hatte nach drei Versuchen den dreh raus. "Ich frag Papa einfach, ob das was ich mir denke machbar ist und wenn ich eine Linie zu seinen Figuren ziehen kann schieße ich." Das Spiel lässt einem so viele Möglichkeiten, dass es sich fast eher wie ein Pen and Paper Rollenspiel spielt. Die Infanterie hat geradezu alle Freiheiten. Agieren, reagieren, Waffen entfremden, Gebäude nutzen, den Feind unter mehr Stress setzen, eigenen Stress abbauen usw. Mein Sohn fragte mich zum Beispiel, ob er nicht dafür sorgen könnte, dass meine schweren Ghartruppen einen bestimmten Weg gehen müssen. "Kann ich hier nicht ein paar Minen legen? Haben die Minen?" Es gibt eine Regel wonach man Granaten als Minen vergraben kann. Mein Sohn war total happy und ich war genervt, denn ein Sechsjähriger hat mich abgezogen.
"Ich kann in das Gebäude rein oder? Können das deine dicken Viecher auch? Die passen doch nie durch die Tür." "Nein" "Ich kann aber rausschießen und krieg dann Deckung, die hast du nicht, weil du draußen stehst?" "Nein" "Dann mach ich das" "Okay..."

Die zweite Runde hab ich mit einem Freund gespielt, in der wir uns an eine Mission herangewagt haben. Um den Rollenspielcharakter noch einmal zu betonen gibt es Missionen, in denen vorgeschlagen wird, dass man einen Erzähler, einen Gamemaster dazuholt und die Szenarien bereichert. Es soll auch neutrale Monster geben, die sich über das Spielfeld bewegen, ich habe aber noch nichts Genaues dazu gelesen. Es werden einige Wesen benannt, aber ich glaube, dass sie in dem Kampagnenbuch "Battle for Xilos" erst richtige Funktionen bekommen.

Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich werde auf jeden Fall mehr dazu schreiben und euch nach Ostern mit Bildern versorgen.
Das Leben ist ein Würfelspiel.

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Re: Beyond the gates of Antares

Beitrag von Asfaloth » So 17. Sep 2017, 13:38

Ich melde mal Interesse an.

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Re: Beyond the gates of Antares

Beitrag von Nakai » So 17. Sep 2017, 15:27

Ja ist schon länger ruhig hier, wir wollen Bilder und weitere Berichte (lol)

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Re: Beyond the gates of Antares

Beitrag von ChopSuey » Mo 18. Sep 2017, 21:19

Hallo zukünftige Bürger des Ghar-Imperiums,

letzten Samstag spielte ich mit Oberst Hoth zwei gemütliche Runden mit 750 und 1500 Pkt.
Dabei haben sich Hoths C3- Truppen tapfer gegen meine Ghar geschlagen und siegten im 750 Pkt Spiel.

Wir haben kein Szenario im 750 Pkt-Spiel gewählt, weil es in erster Linie darum ging, die grundlegenden Regeln alle einmal auszuprobieren und zu schauen, wie sich die C3 denn nun handhaben lassen.

Insofern handelte es sich also um ein klares "Vernichte den anderen"- Spiel.

Gleich zu Beginn hatte mich das Würfelglück verlassen. Der schwere Ghar- Sturmtrupp, den Beschuss normalerweise "GHAR" nicht interessiert, war nach der ersten Aktivierung eines C3-Infanterietrupps bereits um 2/3 reduziert und kam auch nie in die Nähe eines Nahkampfes, wo er eigentlich hingehört.
Die Disruptorwaffen der Ghar, die ansonsten für Panik und fliehende C3-Infanteristen sorgen, wurden in diesem Spiel zum Hindernis für die Ghar, da die Störungen im Raum-Zeit-Gefüge, die durch die Verwendung solcher Waffen in Form eines Distortion-Dice im Würfelbeutel auftauchen, setzten Häufig die eigenen Truppen "down", sodass sie sich nicht weiter bewegen konnten.
Dies erlaubte den tapferen C3 Infanteristen, sich im Dickicht einzugraben und die ohnehin aufgewühlten Ghar weiter mit Feuer zu behaken.
Normalerweise würden die Ghar jetzt weitere Disruptoren einsetzen, da diese ja die Deckung nicht weiter beachten, aber dazu müsste man auch treffen.
Selbst die tapfere, wenn auch nicht weiter erwähnenswerte, Ausgestoßenentruppe von Mohawk dem Furchtlosen verpatzte so gut wie jeden Geländetest.
Hätten die Ghar einen Gott, sie hätten ihn an diesem Tag verflucht, denn auch wenn die C3 nicht ganz ungeschoren davonkamen, wurden die Truppen von Koptok dem Hinterhältigen so aufgerieben, dass wohl alle demnächst verwurstet und an würdigere Ghar verfüttert werden.
Ein klarer Sieg für die C3, die das Gelände gut genutzt und jedes Flankenmanöver erfolgreich unterbunden haben.

Im 1500 Pkt-Spiel musste das C3 eine Transmat auf Xilos sichern, die von einer herrannahenden Ghar-Streitmacht überannt wurde.
Dieses Mal verhalf die Eingrabetaktik der C3 zu keinem Sieg. Die Plasmareaktoren der neuen, größeren Streitmacht hielten lange durch, so dass die MBWs der Schlachttruppen über drei Runden heiß liefen und viele C3ler in Panik fliehen ließen, sofern diese nicht zuvor vaporisiert wurden.
Auch die mittleren Drohnen der C3, die in dem Scharmützel zuvor viele Ghar ausgeschaltet hatten, konnten nun nicht gegen das konzentrierte Feuer der Bombardement-truppen und der Schlachttruppen standhalten. Waffenausfälle und andere Schäden ließen die ansonsten tapferen Drohnen schließlich die Flucht ergreifen.

Die schweren Drohnen, obwohl sie unter Dauerfeuer gehalten wurden und sowohl von Koptoks Kommandoläufer, als auch von seinen Begleitbombern bedrängt wurden, ließen sich hingegen nicht klein kriegen. Kleinere Schäden ließen sie zwar immobil werden, vernichteten aber nicht die Waffensysteme.
Große Drohnen sind etwas, auf das Kroptok in späteren Gefechten achten sollte. Ihre Feuerkraft und schwere Panzerung ist besser, als die eines Schlachttrupplers. Selbst Kroptoks Kommandoläufer könnte den Plasmawaffen der schweren C3 Drohne nichts entgegenstellen.

Die verzweifelten C3-Truppen wurden letztlich durch die Zeit gerettet, denn die ImTel der Nanoverkehrsverifikatoren (kurz NVV) hatte einen klaren Zeitpunkt festgelegt, an dem die Transmat hätte erobert sein müssen, bevor die Ghar Truppen ihre Rückkehr zu ihrem Stützpunkt antreten mussten.


Da ich jetzt nun seit Januar regelmäßig spiele, war es auch gar nicht schwer, ein solches Einstiegsspiel zu organisieren, Tipps und Hinweise zu geben und Regelfragen zu klären.
Wenn also interesse bestehen sollte, bin ich gerne bereit weitere Einführungsspiele zu machen und kann auch zwei Armeen mit 500Pkt zur Verfügung stellen.

Demnächst Bilder.
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